Aus tiefen Quellen schöpfen

LOBPREIS INSPIRIERT DURCH DIE GOTTESDIENST-LITURGIE

Warum dieses Thema?

Nahezu über die gesamte Kirchengeschichte diente die kirchliche Mess- bzw. Gottesdienst Liturgie als Grundmuster für „Worship.“ Bereits im zweiten Jahrhundert hatten sich die Messetexte aus markanten Bibelstellen des Alten und Neuen Testaments geformt und wurden durch Generationen von Komponisten immer wieder neu vertont. Auch im modernen, freien Worship finden sich viele Grundelemente der Gottesdienstliturgie wieder, wenngleich wir uns dessen oft nicht bewusst sind. Von konkreten Formulierungen vieler Lobpreissongs, die sich an das „Gloria“ anlehnen, bis zum dreifachen „Heilig“ aus dem „Sanctus“ gibt es viele Parallelen, auch wenn sich die Musik oft ganz anders anhört. Beim Vergleich von Liturgie und Worship fallen viele Gemeinsamkeiten, zugleich aber auch deutliche Unterschiede auf. Die alten Texte enthalten gut durchdachte trinitarische Theologie und  geben neben Lob und Anbetung auch Raum, Negatives vor Gott zur Sprache zu bringen. So können wir auch für freie Formen von Gottesdienst und Anbetung aus der Liturgie lernen und das Beste aus beiden Welten kombinieren.

Unser Dozent - Albert Frey

Albert Frey kennt beide Welten: Geprägt durch Kirchenmusik und Messliturgie hat er als junger Mann den „Lobpreis“ entdeckt und die deutsche Worship-Kultur über Jahrzehnte mitgeprägt. Was in vielen seiner Songs mitschwingt, dazu liefert er theologische und musikalische Hintergrundinformationen und praktische Anwendungsbeispiele. Durch die Integration von Elementen der Mess-Liturgie in den modernen „Worship“ kann unsere Anbetung mehr Tiefgang und Vielfalt gewinnen und dem Trend zu einer häufig oberflächlichen, wenig aussagefähigen „Lobpreisliturgie“ in Form eines immer ähnlichen, starren Blocks von 4 bis 5 Lobliedern entgegenwirken.